Ein Insektenfreundlicher Garten beginnt mit der Pflanzenwahl

Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen finden in vielen Ziergärten kaum noch Nahrung. Dabei lässt sich mit wenigen Entscheidungen ein Garten gestalten, der das ganze Jahr über summt und gleichzeitig die Bestäubung im Gemüsebeet verbessert.

Ungefüllte Blüten bevorzugen

Viele gezüchtete Zierpflanzen haben gefüllte Blüten, bei denen die Staubgefäße zu zusätzlichen Blütenblättern umgewandelt wurden. Sie sehen üppig aus, bieten Insekten aber weder Pollen noch Nektar. Wählen Sie stattdessen einfache, offene Blüten, an die die Tiere leicht herankommen.

Über das Jahr verteilt blühen lassen

Insekten brauchen vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst Nahrung. Planen Sie daher eine Abfolge von Blühpflanzen, damit nie eine Lücke entsteht.

  • Krokus und Weide im Frühjahr
  • Lavendel und Borretsch im Sommer
  • Fette Henne und Astern im Herbst

Kräuter blühen lassen

Ein einfacher Trick: Lassen Sie einen Teil Ihrer Küchenkräuter blühen. Thymian, Salbei, Oregano und Schnittlauch sind bei Wildbienen äußerst beliebt, und Sie können trotzdem ausreichend für die Küche ernten.

Verzichten Sie zusätzlich auf Insektengifte und lassen Sie eine wilde Ecke mit heimischen Stauden stehen. Schon eine kleine, ungemähte Fläche bietet vielen Nützlingen Unterschlupf und Nistplatz. So wird der Garten lebendiger und das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und ihren natürlichen Gegenspielern stellt sich oft von ganz allein ein.